Glossar

Bei einer Angststörung handelt es sich um eine mit Angst verbundene psychische Störung, die eine übertriebene, bisweilen exzessive Angstreaktion auslöst, obwohl keine der Angstreaktion angemessene äußere Bedrohung besteht. Die Angststörung kann grob in zwei Formen eingeteilt werden: unspezifische und spontan auftretende Ängste, die unabhängig von Situationen oder Objekten ausgelöst werden und Phobien, die auf konkrete Auslöser wie die Begegnung mit anderen Menschen, Tieren oder Situationen ausgerichtet sind. Die Angst selbst ist eine normale und notwendige Gemütserregung, die ihren Ursprung in einer Schutzfunktion hat.

Entwickelt sich der Umgang mit Angst zu einer Angststörung, kann dies die Lebensqualität des Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Die Vermeidung der Symptome einer Angststörung dominiert den Alltag. So können unter anderem Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit, Hitzewallungen, Zittern und Sprachschwierigkeiten bei einer Angststörung auftreten.

Burnout ist ein Syndrom, welches durch persönliche Krisen im Arbeitskontext, wie z.B. dem Gefühl von Überforderung und Stress, hervorgerufen wird. In der frühen Phase äußert sich Burnout durch unauffällige Symptome wie Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Mattheit. Wird das Burnout nicht behandelt, kann dies jedoch in völliger Arbeitsunfähigkeit enden. Im Rahmen einer Psychotherapie werden die möglichen Ursachen für Burnout genau analysiert und häufig mithilfe verhaltenstherapeutischer Methoden behandelt. Je nach Phase des Burnouts sind unterschiedliche Vorgehensweisen notwendig. Ein Psychotherapeut oder Psychologe kann die unterschiedlichen Phasen identifizieren und dementsprechend reagieren. Vorbeugende Maßnahmen, die einen erneuten Ausbruch von Burnout verhindern können, werden ebenfalls in einer Psychotherapie erlernt.

Die Arbeit mit dem Inneren Kind bietet eine für den Patienten verständliche, leicht nachvollziehbare Beschreibung unbewusster innerer Prozesse. Das Ziel ist dabei, eine liebevolle innere Verbindung zwischen dem Inneren Kind und dem verantwortungsvollen Inneren Erwachsenen herzustellen. Diese Verbindung des Inneren Kinds mit dem Inneren Erwachsenen kann für den Patienten eine große Quelle an Kraft, Lebensfreude und Kreativität darstellen.

Der Patient wird dabei angeleitet, sein inneres Erleben in zwei Anteile aufzuteilen: den Inneren Erwachsenen und das Innere Kind. Das Innere Kind kann dabei das ganze Spektrum intensiver Gefühle erleben. Wenn das Innere Kind und der Innere Erwachsene gut im Kontakt miteinander sind und zusammenarbeiten, entsteht beim Patienten anstelle von Leere und Alleinsein ein Gefühl der Ganzheit.

Eine Depression ist eine psychische Störung, die sich typischerweise durch negative Gedankenschleifen, eine gedrückte Stimmung und einen gehemmten Antrieb ausdrückt. In vielen Fällen gehen bei einer Depression Leistungsfähigkeit, Lustempfinden, Freude, Selbstwertgefühl und Einfühlungsvermögen verloren. Das Interesse an sozialen Aktivitäten nimmt ab, was sich auf Dauer deutlich auf die Lebensqualität des Betroffenen auswirken kann. Auch suizidale Gedanken oder Handlungen können im Rahmen einer Depression auftreten. In der Psychotherapie wird die Depression einer affektiven Störung zugeordnet, da mit ihr eine klinisch bedeutsame Veränderung der Stimmungslage einhergeht. Die Behandlung einer Depression wird mithilfe psychotherapeutischer Verfahren durchgeführt, je nach Schweregrad können auch Antidepressiva in Kombination mit einer Psychotherapie zum Einsatz kommen.

Essstörungen sind ernst zu nehmende psychosomatische Erkrankungen, die durch Störungen des Essverhaltens gekennzeichnet sind. Eine Essstörung kann ernsthafte und langfristige gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Der zentrale Punkt einer Essstörung ist die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Thema Essen. Eine Essstörung dominiert also das gesamte Leben der Betroffenen. Unter „Essstörung“ fasst man in der Regel folgende Untergruppen zusammen: Anorexie, Bulimie, Binge Eating und die Gruppe der „Nicht näher bezeichneten Essstörungen“.

Ziel einer Paartherapie / Eheberatung ist es, Konflikte aufzuarbeiten und ein höheres Maß an Zufriedenheit innerhalb der Partnerschaft zu erreichen. In der Paartherapie wird ein Rahmen geschaffen, in dem jeder Partner seine Gefühle und Bedürfnisse zum Ausdruck bringen kann. Eine erfolgreiche Paartherapie erwirkt ein tieferes Verständnis der Partner füreinander, das als Voraussetzung für eine liebevolle Paarbeziehung gilt. Paartherapie möchte Achtsamkeit im gegenseitigen Miteinander vermitteln, Paartherapie möchte Ausgeglichenheit unter den Partnern.

Als Psychologe kann sich eine Person bezeichnen, die ein entsprechendes Studium an einer Hochschule erfolgreich absolviert und dieses als Diplom-Psychologe abgeschlossen hat. Der Psychologe beschäftigt sich in erster Linie mit der Erklärung, Beschreibung, Vorhersage und Modifikation menschlichen Verhaltens und Erlebens. Nach dem Gesetz ist der Beruf Psychologe ein freier Beruf. Der Psychologe kann mit seiner Qualifikation in vielen Bereichen arbeiten. Psychologen geben Beratung, können testpsychologische Diagnostik oder therapeutische Gespräche durchführen.

Als Psychotherapeut wird ein psychotherapeutisch tätiger Psychologe bezeichnet, der zusätzlich zum Psychologie-Studium eine umfassende fachkundige Ausbildung in Psychotherapie vorweisen kann. In Deutschland ist die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ gesetzlich geschützt. Zur Führung der Berufsbezeichnung Psychotherapeut ist das Erlangen der Approbation im Sinne des Psychotherapeutengesetzes Voraussetzung. Die Aufgaben eines Psychotherapeuten liegen in der Diagnose und Behandlung von psychischen Krankheiten nach wissenschaftlichen Methoden. Die vielen verschiedenen Krankheitsbilder behandelt der Psychotherapeut mittels unterschiedlicher wissenschaftlich anerkannter Psychotherapieverfahren. So kann der Psychotherapeut die Verhaltenstherapie, die Psychoanalyse oder die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie anwenden.

Psychotherapie bezeichnet allgemein die „gezielte professionelle Behandlung psychischer Störungen und/oder psychisch bedingter körperlicher Störungen mit psychologischen Mitteln“. Das Leistungsspektrum der Psychotherapie umfasst schwerpunktmäßig die Behandlung affektiver Störungen, neurotischer, belastungs- und somatoformer Störungen, Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. Die dabei angewandten Verfahren, Methoden und Konzepte sind durch verschiedene Psychotherapie-Schulen geprägt. Es gibt jedoch eine Vielzahl von Schulen und Methoden der Psychotherapie, die nicht als wissenschaftlich anerkannt gelten. In Deutschland sind bislang lediglich die Verhaltenstherapie sowie die tiefenpsychologischen Verfahren staatlich anerkannt.

Jeder Psychotherapeut ist zur Verschwiegenheit verpflichtet, so dass nicht nur die Tatsache, dass eine Psychotherapie stattfindet, sondern auch die Inhalte der Psychotherapie der besonderen Verschwiegenheit unterliegen.

Die Verhaltenstherapie ist ein staatlich anerkanntes Verfahren der Psychotherapie und wird begriffen als ein Verfahren, das der Hilfe zur Selbsthilfe dient. Im Mittelpunkt der Verhaltenstherapie steht das Bestreben, dem Patienten – nach Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme – Methoden an die Hand zu geben, die ihn ermächtigen sollen, seine psychischen Beschwerden zu überwinden.

Verhaltenstherapie soll die selbstregulatorischen Fähigkeiten des Patienten verbessern. Dabei gilt die Verhaltenstherapie als eine Methode, die gezielt am Symptom arbeitet. Verhaltenstherapie ist stark am Hier und Jetzt, d.h. an Problemen und Konflikten in der Gegenwart orientiert.

Die kognitive Verhaltenstherapie, eine Weiterentwicklung der klassischen Verhaltenstherapie, zielt darauf ab, ungünstige erlernte Verhaltens- und Denkmuster zu modifizieren oder gar zu löschen.

Nach oben scrollen